Archiv für Mai 2010

Tag 16 – Das 9. Buch (von rechts) in meinem Regal

Neben dem Lesen von Büchern gehören ja auch Videospiele zu meinen Leidenschaften. Was läge da also näher, als eine Kombination dieser beiden Dinge? Metal Gear Solid erzählt die Geschichte des gleichnamigen Videospiels für Playstation 1 und Gamecube. Wer auch nur ein Spiel von Kojima gespielt hat weiß, dass seine Spiele mehr Filme sind, bei denen man gelegentlich den Protagonisten steuern kann. Zwischensequenzen, die im Durchschnitt zwanzig Minuten lang sind, erzählen eine großartige Story mit jeder Menge Twists und großartigen Charakteren. Solche Geschichten eignen sich natürlich hervorragend als Vorlage für einen Roman. Kojima gehört storytechnisch zu den größten Genies in der Videospielindustrie und auch, wer sonst nie auf Konsolen oder PC zockt, kann sich dieses Buch einmal genauer ansehen.

Raymond Benson: Metal Gear Solid. Panini Verlags GmbH, 2008, 9.95€,
ISBN: 978-3-8332-1741-8

Tag 15 – Das 4. Buch (von links) in meinem Regal

Nun also mal ein Post, bei dem ich mich nicht in meine Vergangenheit zurückzuversetzen brauche, sondern einfach nur abzählen muss. Bei dem Buch, welches am oben genannten Platz steht handelt es sich um eines der schon einmal erwähnten Bücher von Kabarettisten. Jedem, der Neues aus der Anstalt regelmäßig verfolgt, ist Georg Schramm natürlich ein Name. Egal ob nun als renitenter Rentner Dombrowski, als vom Wehrdienst gezeichneter Oberstleutnant Sanftleben, als hessischer Sozialdemokrat August oder als namenloser, dauerglücklicher Pharmareferent; alle seine Rollen haben eines gemeinsam. Beißender Sarkasmus und makaberer Zynismus. Also genau mein Geschmack. ;)
In Lassen Sie es mich so sagen… listet Schramm seine besten Reden auf, die er in seinen Programmen gehalten hat. Um diese zu verstehen benötigt man mitunter schon ein gewisses Maß an Allgemeinwissen und selbst dann bringen einen nicht jede wirklich zum Lachen. Aber das Humorzentrum des Zuschauers/Lesers zu treffen ist zwar erwünscht, jedoch nicht das Hauptziel. Die erste Aufgabe des politischen Kabaretts ist das satirische Anprangern der Handlungen unserer Politiker. Das wiederum gelingt Schramm wunderbar.

Georg Schramm: Lassen Sie es mich so sagen…. Dombrowski deutet die Zeichen der Zeit. Karl Blessing Verlag, 2008, 19.95€, ISBN: 978-3-89667-348-0

Europaübernahme per “Satellite”

In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis hat ihr niemand wirklich eine Chance gegeben. Zu gewöhnlich sei ihr Song. Zu unspektakulär ihre Choreographie. Mir gefiel ihre Musik und bei einem Musikwettbewerb sollte doch das noch am meisten zählen, oder? Sowas mag ja naiv klingen, aber Lena und Raab haben uns eines Besseren belehrt. Nach 28 Jahren kommt der Sieger wieder aus Deutschland.

Finale Punktzahl: 246 Punkte
Zweitplatzierter: 170 Punkte

Auch allgemein fand ich diesen Song Contest super. Es gab nur wenige Kandidaten, die nun schlimmer als der dauergrinsende Moderator waren. Die Konkurrenz war größtenteils sehr hart. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war die von Madcon geleitete Neuinterpretation des Wortes Eurodance. Toller Einfall, sah super aus. Daumen hoch für diese Neuerung.

Mehr wird hier nicht gesagt, außer vielleicht noch, dass man mich jetzt auch bei Twitter finden kann. (Ja hat eigentlich nichts damit zu tun; ist mir aber auch egal)

Tag 14 – Ein Buch aus meiner Kindheit

Es war zwar nicht mein erstes Buch, aber es hat mich durch einen Großteil meiner Kindheit begleitet. Wenn ich recht bedenke, sogar die komplette Kindheit; obwohl ich mich ziemlich spät dem Hype hingab. Als der vierte Band in die Läden kam, gab es die vorhergehenden fast schon zu Schleuderpreisen. Ich wurde aufmerksam, wünschte mir die Bücher, begann mit dem ersten Teil an und das Übel nahm seinen Lauf. Gewissermaßen habe ich dem Zauberlehrling den Weg in die Regale meiner Familie geebnet. Meine Cousinen liehen sich meine Bücher aus, deren Eltern lasen sie dann auch und immer so weiter.
Die Geschichten um den Waisenjungen Harry, dem an seinem 11. Geburtstag offenbart wird, was für ein Erbe er in sich trägt, haben mir als Kind gefallen. Heute finde ich diesen sich von Band zu Band steigernden Pathos ziemlich kitschig. Dennoch finde ich, dass man die Bücher gelesen haben sollte. Besser als die Filme sind sie – wie eigentlich jede Buchvorlage – allemal.

Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Carlsen, 1998, 15.90€,
ISBN: 3-551-55167-7

Tag 13 – Ein Buch, bei dem ich nur lachen kann

Da ich in letzter Zeit meine Bücherregale wieder genauer betrachte, ist mir aufgefallen, wieviele humoristische Werke ich doch mein Eigen nennen darf. Schramm, Priol, Nuhr, Ebert oder von Hirschhausen. Alles bekannte Kabarettisten, die es durchaus verstehen, gute Bücher zu schreiben. Natürlich sind das alles keine Romane, vielmehr greifen die Autoren darin auf Sachverhalte zurück, welche sie auch in ihren Programmen verwenden. Dennoch funktioniert ihr Humor auch in geschriebener Form wunderbar. Für diesen Post habe ich mir dann aber doch einen Roman ausgesucht.
Mieses Karma ist der erste Roman von Drehbuchautor David Safier. Bekannt wurde er durch seine Drehbücher zu Serien wie Berlin, Berlin, Nikola oder Mein Leben & Ich. Dieses Buch bekam ich von einer Freundin zu Weihnachten geschenkt und fand es von Anfang an großartig. Der trockene Sarkasmus, den Safier benutzt trifft genau meinen Geschmack und mehr als einmal habe ich lauthals gelacht. Selbst in romantischen oder dramatischen Szenen schafft er es, noch einen Witz reinzubringen, der einem zum Schmunzeln bringt, ohne die Situation ins Lächerliche zu ziehen. Mit diesem Buch (und mit Jesus liebt mich) zeigt Safier, dass auch Deutsche lustige Romane schreiben können.

David Safier: Mieses Karma. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2008, 8.95€,
ISBN: 978-3-499-24455-1

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